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HEAD-LESS – Seelenjagd E.P.

Underdogs aus Prinzip so das Motto der Lausitzer.
HEAD-LESS sorgten in ihrer Vergangenheit mit ihrer ersten Scheibe [ transponder ] für erste Achtungserfolge in der dark Electro Szene. Später folgte mit Rouge et noir ein nächster Knaller, die sich mehrere Wochen in den Top 10 der DAC behaupten konnte. 2011 folgte schließlich das Album imperfect: [mensch], ein richtig geniales Album. Die Wartezeit auf das Album nach der erfolgreichen Rouge et noir Clubtour an der Seite von Bands wie VNV Nation, Covenant, Melotron oder Front 242 versüßten uns HEAD-LESS mit ihrer E.P. Seelenjagd. Dies Review ist eine Nachlese, nachdem das neue Album auf danse macabre veröffentlicht wurde. Thematisch ist Rouge et noir im Sinne Goethes Faust. Dies wird in den einen oder anderen Textpassagen deutlich.
Musikalisch liefern HEAD-LESS erfrischend straighten EBM Electro. Die Tracks machen wie auch auf ihrem neuen Album richtig Laune. Treibende Beats kombiniert mit eingängigen Melodien und Renes charakteristischen Gesang fügen sich zu einem stimmigen Ganzen zusammen.
Auf der Seelenjagd E.P. Finden sich mehrere Versionen des Stücks „Treibjagd“.
An diesem wird der Themenbezug zu Faust deutlich. Das Stück geht kraftvoll voran. So wundert es auch nicht, dass sich der Track schnell als Clubhit auf den Tanzflächen etablieren konnte. Sowohl der Seducer Edit als auch der Album Edit und extended Edit wissen gleichermaßen zu begeistert. „Seelensturm“ kommt im langen 7 minütigen Club Mix daher. Der Song präsentiert sich energiegeladen und bassstark.
„Catch a bitch“ ist ein schwerer, durch und durch tanzbarer Song mit einem stampfenden Grundbeat. Der Gesang, besonders tief passt perfekt dazu.
Das folgende „Ship of agony“ ist in Mexico aufgenommen, einem Land in dem viele deutsche Gothic Bands bereits tourten und auch gleichermaßen hochkarätige Acts entstanden. Der Analogue Brain Remix von „Treibjagd“ wandelt den Charakter des Songs hin zu einer electro Ballade. Die Umsetzung geriet stimmig und gibt dem Track ihre eigene Note.
„Ehrenfeld“ im Dark Spy Mix ist ein uptempo Mix mit schnellen Beats. Leider etwas drucklos im Bass, was dem Mix sicherlich sehr gut gestanden hätte.
Straight und im EBM-Style stampft der Codeline Mix von „Treibjagd“ und ist damit ein Gegenpart zum Analogue Brain Remix.
EBM und nichts Anderes liefern HEAD-LESS live in Berlin mit „Catch a Bitch“. Der Sound ist knackig und auf den Punkt abgemischt.
Noisestyle prägt den Görlitz Mix von „Ship of agony“. Es folgt noch ein weiterer Mix von „Treibjagd“ von People Theather. Der Song erhält ein Future-Pop Gewand welches durch seine trancige Hookline zu begeistern weiß.
„Adore“ ist vom Sound her ganz anders. Minimalistisch, analog, nach alten Zeiten der 80er klingend verwandelten Chinese Theatere diesen Track zu einer frischen Mischung.
Schnell und mit abgrundtiefen Bass präsentiert sich der Virgin Fix Mix von „Seelensturm“. Dabei geht der Gesang im Bassgewitter fast unter. Fast ein wenig viel des Basses.
Begeisterten HEAD-LESS zuletzt durch das aktuelle Album imperfect: [mensch] erhält man durch diese voll gepackte E.P. Einen Einblick in die Zeit davor. Prduktionstechnisch etwas roher abgestimmt wissen die Songs auf ihre Art zu begeistern. Einige Remixe unterstützen den straighten EBM Sound der Lausitzer auf eine feine Art und Weise. Manche Remixe bleiben wiederum – Geschmackssache.
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