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DEIED – Tales of Sodenliah

Austauschbare Electro Acts gibt es leider derzeit zu Haufe. Glücklicherweise gibt es einige Bands die sich einem Sound verschrieben haben, der nicht auf austauschbare Beats und Hooklines, setzt sondern einen eigenen, nicht minder aggressiven Stil pflegen und dadurch nicht nur aus der Masse herausstechen, sondern auch mehr als nur ein Ohr verdienen.
DEIED sind so ein Act, die durch einen eigenen Sound bestechen. Hart, aggressiv, aber dennoch anders; so gesellen sich zu den Synthie Lines auch hart eingesetzte Gitarren und auch ein zwischendurch erfrischend klarer Gesang. Der Longplayer klingt ein wenig nach vergangenen, experimentellen Zeiten der düsteren elektronischen Musik. Wer die Elektronik bereits in den 90ern zu seinen Favoriten machte, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
„Intro + The Trip“ schicken den Hörer auf einen Trip in seelische Abgründe. Dieses schnelle Stück verführt mit Gitarren Riffs und schnellen Drums.
„A shell full of scars“ liefert echten Retro Sound: analog und irgendwie dark 80ies style; kalt, synthetisch – klasse gemacht!
Das folgende „In the Trasition“ ist ein Trip in eine verstörte Welt, die sich eiskalt und ohne Gefühle präsentiert. Die spährische Meldodie korrespondiert gut mit dem kranken Gesang, ein wenig cold wavig.
„Animanivor“ im Anschluss zieht das Tempo an, der Sound ist und bleibt einfach anders.
„Lightmare“ ist ein treibendes Stück; verzerrter Gesang und die mitreißenden Beats machen dies Stück eingängig.
In „The spirits of Sodenliah“ wird das Tempo herausgenommen. Der Sound erinnert ein wenig an geliebte, vergangene Computerspiele aus der Amiga Zeit - durchatmen ist angesagt und Augen schließen.
Um einiges bedrohlicher ist die Stimmung in „Oui-Nein“: Synthies und Drums spielen gegenseitig mit der Atmosphäre dieses instrumental Stückes.
„Orbituary“ steht hier nicht für eine Metal Band, sondern ein hartes Elektronik Stück mit verzerrtem Gesang.
Das folgende „Transmigration“ geht einen ganz anderen Weg - sehr klar, sehr akustisch zaubert dies Stück eine feine, reine Dark Wave Atmosphäre. Dabei bricht hier die Band mit dem Sound der Vorgängerstücke. Die Abwechslung ist gelungen, dieser Track ist ein Highlight.
Den Abschluss des Albums bietet „Terra“. Die Bedrohlichkeit der Anfangstracks wich hier sphärischen Melodien und liefert einen harmonischen Ausklang.
„A shell full of scars“ wird sowohl von MachFox als auch GhostFog geremixt.
Besonders ersterer setzt in Sachen Drive einiges auf das Original auf und pusht mit tiefem Bass. Der GhostFog Mix ist verstörter – experimenteller.
DEIED sind elektronische Musik abseits des Mainstreams. Wer gerne über den Tellerrand der technoiden Beats schaut, wird ebenso begeistert sein, als jemand dessen Anfange bei Project Pitchfork und Skinny Puppy liegen. Das Album will mehrmals gehört werden. Zum nebenbei Hören ist es einfach nicht geeignet, dazu ist die Musik zu komplex.
Traut Euch!

